Golden Bay Paradise

G
Früh starteten wir in unseren ersten Tag nahe des Abel Tasman Nationalpark. Ich hatte am Abend zuvor extra noch einen schönen Campingplatz gefunden, auf dem wir fürs gleiche Geld und ein wenig Umweg direkt am Meer schlafen konnte, anstatt irgendwo in der Nähe einer der “Städte”. Der Umweg wurde am Morgen mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt und dieser kündigte einen tollen Tag mit blauem Himmel an, wenn es auch sehr windig war. Also führen wir früh los mit zwei Zielen auf dem Programm, von denen wir eines Heute und eines am Tag darauf erledigen wollten. Auf dem Weg hielten wir noch wie nun schon öfter an einer der i-Sites, der örtlichen Touristeninformationen, die uns mal wieder sehr helfen konnte. Da die Fahrt bis hier in dies Golden Bay länger dauerte als erwartet war es leider schon etwa 11 Uhr und somit zu spät für unsere geplante Wanderung. Also planten wir für den heutigen Tag eine Fahrt an die nördlichste Stelle der Insel, zu einem genialen Sandstrand, an dem Babyrobben oft zu finden sind und sehr zutraulich sind, wie wir von Max und Bela erfahren haben. Ebenfalls beschlossen wir spontan aufgrund des tollen Wetters am Folgetag die Wanderung mit einer Kayakfahrt zu ersetzten – der andere Strand zu dem wir wollten, kann man damit gut erreichen, und wann kann man sonst mal an so einem genialen Ort Kayak fahren? 🙂
Gegen 1 Uhr kamen wir dann zwei Stunden vor Ebbe nach einer längeren Fahrt die Küste hoch aufweinen Parkplatz ganz im Norden an. Wenn ich von einer langen Fahrt spreche, ist das in unserem empfinden bis jetzt echt eher fast schon was Gutes – abgesehen vom Sprit der munter unser Portmonee leert. Die Fahrten durch die unterschiedlichen Landschaften sind so spannend, dass wir nur leise Musik hören und sonst fast andauernd anhalten um Fotos zu machen. Zugegeben versuche ich diesen Bericht grade ausnahmsweise mal bei der Fahrt zu schreiben, aber Thorbens Fahrweise …ehhhh.. die Straßenverhältnisse reduzieren meine Tippgeschwindigkeit enorm.
Auf dem Parkplatz begrüßte uns erstmal ein neugieriger Fau, der dort frei umher lief. Kurz davor begegneten wir bereits einem sehr neugierigen Pferd! 😀 Die Kleineren Wege gehen hier oft direkt durch die Felder der Bauern.
Vom Parkplatz wanderten wir quer……… (Der Autor des ersten Textesabschnittes ist leider verschwunden) 
Also wir sind nun am Parkplatz angekommen, wo ein Fau munter vor sich hin stolzierte. Der Weg zum Strand führte über diverse Schafskoppeln, die natürlich, wie sollte es auch anders sein, ziemlich hügelig waren. Der Wind frischte unterwegs schon ein bisschen auf und als wir die ersten Dünen am Horizont erahnen konnten, flog uns schon der erste Sand ins Gesicht. Wo auch immer er herkam, denn der eigentliche Strand lag noch in ein paar Hundert vor uns. Je näher wir also dem                    kamen desto heftiger wurde der Wind. Jetzt kann man vielleicht denken, ich würde übertreiben, aber nein, der Wind war echt unglaublich heftig und der Sand fegte über den Strand wie winzige Kanonenkugeln. Obwohl es doch einiger Überwindungskraft forderte aufgrund des umherfliegenden Sandes den Blick über den Strand schweifen zu lassen, könnten wir nicht anders als immer wieder Sand in die Augen zu bekommen, da sich vor uns ein riesiger, nahezu Menschenloser Strand eröffnete. Wir waren schon pessimistisch, ob wir überhaupt kleine Seehunde finden würden, da die Wellen hoch und das Wetter trotz Sonne rau war.
Über 80kmh Wind 🙂
Also wenn ich ein Babyseehund wäre, hätte ich mich bei sonem Wetter gemütlich in eine Höhle gelegt und erstmal ein bisschen geschlafen. Doch die Seehunde hatten zuerst einmal nicht unsere Aufmerksamkeit (das könnte vielleicht daran liegen, dass wir sie zunächst einmal nicht gefunden haben 😀 ) vielmehr waren wir begeistert davon die großen Sanddünen hinabzuspringen und uns dabei wie Bolle zu freuen. Nach dem wir uns ausgetobt haben sind wir auf Robbensuche gegangen. Zwar nicht allzu optimistisch gingen wir dem Strand entlang. Doch da sahen wir plötzlich auf einem Felsen einen kleinen Seehund sitzen. Schnellen Schrittes ging es dann also in Richtung dieses majestätischen Säugetiers. In der Nähe des Tieres gab es dann noch jeeeeede Menge mehr kleine Seehunde zu sehen, die in einem durch die Ebbe entstandenen See schwammen und miteinander spielten. Vorsichtig näherten wir uns also dem kleinen “Teich” um die Tiere nicht zu erschrecken. Jedoch kamen einige neugierige Seehunde direkt auf uns und wollten wissen was das für komische Dinger sind die wir in der Hand hielten. Dadurch entstanden einige lustige Fotos die die Seehunde in Nahaufnahme zeigen 🙂 Leider nicht auf Lenz Handy.

Auf der Rückfahrt

Die Nacht kam wie immer hier verdammt schnell und schon wartete der nächste Tag und damit ein Kanu auf uns. Ob man uns die Kontrolle über ein Wasserfahrzeug geben sollte sei jetzt mal dahingestellt, aber wir sind nicht abgesoffen, also alles topp. Wir sind dann gemütlich durch die “Golden Bay” gepaddelt. Wobei ich auf dem Hinweg die Kotrolle über das Ruder hatte und wir so einen echt einen, ich will mich jetzt hier nicht selber loben, perfekten Kurs gefahren. Ganz anders als auf dem Rückweg, bei dem wir mindestens das doppelte an Strecke gefahren sind. Noch bin ich mir nicht sicher ob Lenz die Schlangenlinien gefahren ist weil er Angst vor Scharfschützen hat, oder er einfach ein schlechter Kanufahrer ist…
Der Strand an dem wir anlegten war extrem schön, und vermittelte etwas das Gefühl von Sommer. Wie dem auch sei hätten wir erneut echtes Glück mit dem Wetter, denn wir hatten sogar noch die Möglichkeit dort schwimmen zu gehen. Und das obwohl es ja fast schon Winter ist! Dann fanden wir dort auch noch einen kleinen Fluss den wir erstmal mit diversen Schleusen und Kanälen umleiten mussten, und waren von unseren Ergebnissen begeistert wie kleine Kinder..ehm.. Junge Erwachsene.😉

Als wir nach unser Hochseereise zufrieden und ein bisschen geschafft wieder unseren Camper bestiegen hieß das Ziel Westküste. Zwar sollten wir es nicht heute erreichen.  Aber fast.
Cheers Thorben 
Zum Kanufahren spare ich mir jetzt mal einen Kommentar, belasse es bei ein paar Ergänzungen und melde mich bald mit updates .. 😉 Thorben ist echt ein Spinner! 😀
Grüße Lenz

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