Haast River Adventures

H
Nach der bitterkalten Nacht standen wir direkt bei einem tollen Sonnenaufgang auf und sofort fuhren los. Der Camper musste warm werden – alles andere war uns in dem Moment relativ egal.

Längste einspurige Brücke Neuseelands.. Auf einer Autobahn..100km/h Höchstgeschwindigkeit.. 😀


Nachdem wir durch die Motorheizung aufgetaut waren hielten wir zum Frühstücken auf dem Parkplatz der i-Site in Haast, und als wir fertig machten machte diese auch tatsächlich grade auf – Punktlandung! Mahnwörter erzählte uns die Dame im Prinzip, dass das Dorf rein gar nichts zu bieten hat, jedoch auf der Strecke Richtung Wanaka sehr tolle kurze Wanderwege seien würden. Haast ist sowas wie die letzte Unterkunft vor dieser bekannten und tollen Wege, wie dem zu den Blue Pools..
Sie hatte uns auch versichert, dass die Wege auch gut ausgeschildert waren.. Der erste den wir fanden, sahen wir nur, weil wir eh schon mit entspannten 60 km/h durch die Gegend tuckerten und munter Fotos machten. Dieser kurze Weg führe uns zu einem kleinen Wasserfall am kristallklaren Wasser des Haast River. Nach ein paar Fotos und etwa 750 “Steinditschwettkämpfen” fuhren wir weiter. Wir sind manchmal echt kleine … Ähh .. Junggebliebene! 😀
Eine halbe Stunde später hatte ich langsam das Gefühl, dass irgendwas nich stimmen konnte und wir irgendwas übersehen hatten.. Also hieß es umdrehen und zurück… Wieder kamen wir beim gleichen Wanderweg an.. Dort bemerkten wir ein Auto bei dem noch der Motor lief, aber kein Fahrer zu erkennen war. Als wir näher kamen, fanden wir einen Mann auf der Rückbank, der sagen wir mal das ein oder andere sinneserweiternde Mittelchen eingenommen hatte. Er zeigte uns auf einer Karte, die wir nicht hatten, weil wir zu geizig waren, diese für ganze 2$ an der i-Site zu kaufen, dass wir kurz vor dem nächsten Pfad gewendet hatten… Stolz auf unsere Unfähigkeit fuhren wir die Strecke erneut, die uns locker 10$ Sprit kostete..
An den nächsten Pfaden machten wir diverse Fotos von Wasserfällen, dem Teil unglaublich blauem Wasser des Flusses bei den Blue Pools. Diese Gegend ist echt definitiv einen Zwischenstopp Wert!

Am Mittag fuhren wir bei immer noch tollem Wetter weiter bis zum Lake Wanaka – de, schönsten (Berg-)See, den ich bislang gesehen habe..! Und mit etwa 50km Länge war er einfach unfassbar groß und stellte zusammen mit den Bergen rundum eine traumhafte Kulisse dar!






Am frühen Abend kamen wir dann in Wanaka an. Die Stadt gefiel uns auf Anhieb. wunderschön, sehr modern und einfach schön und übersichtlich aufgebaut. Hier wollten wir gerne morgen noch etwas bleiben, jedoch gab es keinen (günstigen) Campingplatz in unmittelbarer Nähe. Also fragten wir bei Motels, ob wir evtl. auf deren Parkplatz stehen dürften. Wir brauchen ja nur ein Privatgelände, damit der Staat uns nicht 200$ Strafe fürs Wildcampen verpassen kann. Das ermutigte uns nicht sehr, als der Mann am Empfang nur blöd grinste und etwas wie “was träumt ihr denn Nachts” sagte.. Wir versuchten es jedoch direkt erneut beim nächsten Motel und tatsächlich konnten wir das Ehepaar, dem das Motel gehörte überzeugen, uns für 15$ einen Platz zu geben. Perfekt!
Anschließend fuhren wir nochmal für ein paar Bilder am Abend zum See in Stadtkern, kochten am Wasser unser Abendessen, bevor wir zum schlafen zurück fuhren. Unsere am gleichen Tag noch gekaufte Wärmflasche stellte sich bei den -2 Gard draußen als besten Kauf überhaupt heraus..! Also konnten wir einigermaßen gut schlafen, bis wir am Morgen sehr weiß überrascht wurden…. doch dazu bald mehr.
Viele Grüße 
Lenz

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