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Wo waren wir nun eigentlich?! Das war die erste Frage des Tages, als wir um 6 Uhr Aufständen um uns eine schönen Ort zum Frühstücken zu suchen. Als wir uns erneut mit Karten und Handy zusammensetzten realisierten wir endlich, was die nette Anwohnerin gestern Abend meinte.. Es gibt zwei Meerausläufer hintereinander.. Und wir waren schlicht erst beim ersten … der viel früher war als der richtige, und wir hatten die Distanz schlicht unterschätzt..
Zu den eigentlichen Campingplätzen war es also noch ein gutes Stück, wenn auch die Luftlinie nur knapp 15km betrug. Also brachen wir auf und fuhren den einstündigen slalomartigen Parkour zu einem tollen Ausblick wo’s Frühstück gab. Schon eine geniale Aussicht – aber es sollte noch gigantisch viel besser werden.
Ein wenig weiter parkten wir dann das Auto und bestiegen bei einem Zugang den 70km langen Queen Charlotte Track, auf dem man die ganze Region ablaufen konnte. Direkt zu Beginn fanden wir die erste saubere öffentliche Toilette überhaupt und waren überwältigt von diesem prächtigen Bauwerk.
Dann ging es weiter zu einem Aussichtspunkt eine Stunde weiter auf etwa 500m Höhe. Von dort hatten wir das erste Mal einen Panoramablick über die Gegend und waren einfach überwältigt von dem tollen Ausblick und dazu noch so froh, dass das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung machte.
Von hier konnten wir also bereits in erster Linie weit ins Landesinnere und auf den See bzw. Meeresausläufer schauen, der uns so herrlich verarscht hat.
Ich hatte nun die Idee noch weiter in den Norden zu wandern, bzw. zu gelangen, damit wir die tolle Sicht nutzen können, um aus den Ozean und in Richtung Nordinsel zu sehen. Die dafür nötige Strecke war für einen Tag viel zu weit, also wanderten wir zurück zum Auto und fuhren etwa eine Stunde gen Norden zu einem Pfad zum Eatwells Lookout. Dort angekommen mussten wir erstmal feststellen, dass die 10km Schotterstraße uns eigentlich sagen hätte können, dass es hier so etwas wie Parkplätze nicht wirklich gab. Also parkten wir notgedrungen am Straßenrad vor dem Eingang zum Pfad, sodass auch ja wirklich jeder potentielle Radfahrer genau in unsere Seitentür rasen würde. Naja – hoffentlich nicht..!
Los ging also eine 2,5 Stündige Wanderung hin und anschließend zurück, auf der wir bereits überweis einige tolle Bilder machen konnten und bei diesem genialen Ausblick zu Mittag aßen, was am Vortag überleg geblieben ist.
Wenig später versperrten uns nur noch einige Ziegen auf der Zielgeraden den Weg, die wir jedoch mit unserer bloßen Anwesenheit zur Flucht trieben. Thorben hatte natürlich genau immer dann, als wir welche sahen unsere Kameras so gut verstaut, sodass er sie immer genau dann in der Hand hatte, als auch wirklich die allerletzte Ziege bereits über alle Berge war.
Als wir zugegebenermaßen erschöpft am Lookout ankamen, waren wir absolut überwältigt. Dieser Ausblick toppte einfach alles, was wir bislang gesehen haben und rechtfertigte die Wanderung und die Anfahrt gleich hundertfach!
Ein Schild dort zeigte uns die Distanzen zu vielen Städten auf der Welt und verdeutlichte uns mal die unglaubliche Distanz zu unserem zu Hause so richtig..! 18.500km weit entfernt zu sein.. schon Wahnsinn.. So langsam realisiere ich, dass ich endlich hier angekommen bin!
Nach dem gefühlt noch längeren Rückweg fanden wir unseren Campingplatz diesmal sogar fast auf Anhieb! Wir mussten nur 5km zurückfahren, wenn auch zwei Mal, bis wir ihn dann doch gefunden haben! Man kann sich unfähig anstellen.. Grade wenn man unbedingt auf genau den Platz möchte, den wir uns zuvor auf der Hinfahrt kurz angesehen hatten der einfach wunderschön mit kristallklarem Wasser war. Leider sahen alle Plätze von außen praktisch identisch aus, sodass es wie gesagt wieder eine kleine Ewigkeit dauerte..! Aber dann hätten wir es geschafft und gingen nach einem schnellen Abendessen früh ins Bett – erschöpft aber einfach nur glücklich über die geniale Zeit und das Glück mit dem Wetter!

Viele Grüße
Lenz

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