Mittagssonnenqualen – Tag 4

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Erstes Update
Heute Vormittag ich zur Iglesia Monsarrate einer Kapelle zur Ehren den Jungfrau von Monsarrate gewandert. Der Weg auf den Hügel auf dem sich sie Kapelle befindet erwies sich aufgrund der Witterungsbedingungen als äußerst kräftezehrend. Oben angekommen wurde ich mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Hier sind mir auch das erste mal andere Touristen bewusst aufgefallen. Jedoch haben sie es schlauer gemacht und sind mit Autos hierher gefahren.
Auf meinem Abstieg wählte ich eine andere Route, wobei mir bei meinem Weg querfeldein eine (mutmaßliche) ehemalige Befestigungsanlage aufgefallene ist. Neben n bunlerähnlichen Höhlen fand ich auch auch eine aufgesprengte Stahlbetonkonstruktion im Boden. Einfach nur Bauschutt und viel Kreativität meinerseits oder ein Fall für Galileo Mystery? Ich werde es zumindest niemals herausfinden.

Auf dem Weg zu einer anderen Kirche nördlich des Stadtzentrums führte mein Weg durch einen ärmeren Teil der Stadt. Hier waren neben einigen Autos insbesondere Pferdekarren das Transportmittel der Wahl.
Die Kirche war natürlich nicht von 10 bis 18 Uhr geöffnet, aber auch von Außen nett anzuschauen. Grundsätzlich glich die Umgebung einer Westernstadt kurz vor dem Revolverduell: Lediglich ein älterer Herr saßvor deinem Haus. In meinen Gedanken rollten bereits die Wanderrosen über die sonst menschenleeren Gassen.
Auf dem Weg zur Hershys Station, dem Endbahnhof von Kubas’ einziger elektrischen Eisenbahn entdeckte ich dann noch Nachbars Lumpi. Leider lag er bereits wohl einige Zeit am Wegesrand, da die Skeletierung bereits vollständig abgeschlossen war. Armer Lumpi.

Der Bahnhof war ein Erlebnis für sich. Wie aus einer anderen Zeit aber dennoch sehr charmant. Ursprünglich war mein Plan mit diesem Zug bis nach Havanna zu fahren. Jedoch habe ich bereits im Vorfeld gelesen, dass der Bahnbetrieb bereits 2017 aufgrund von Gleisbauarbeiten eingestellt worden sei.
Dies bestätigte mir der Bahnhofsvorsteher durch Zuruf aus seinem Schaukelstuhl mit den Worten “No train”. Damit war alles notwendige geschaut und er konnte sich wieder dem schaukeln widmen. Schön, und denke ich mal dem Sozialismus geschuldet, ist dass trotz der seit Monaten nicht mehr fahrenden Züge am Bahnhof alles seinen Gang geht und deshalb auch die Cafeteria der Station geöffnet hatte. Auch wenn dort keine Fahrgäste festzustellen waren. Toll, aber sicherlich auch langweilig dort zu Arbeiten.

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