Milford Sound

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Der nächste morgen machte Hoffnung. Kein neuer Schnee und nur ein wenig Morgenfrost. Heute wollten wir das Gelände in dieser Gegend erkunden, bevor es morgen direkt nach Milford ging.
Kurz gesagt wanderten wir den Ganzen Tag verschiedene Tracks und auch mal ganz spontan ein Flussbett entlang. Um weiter zu kommen mussten wir den Rest des Flusses mehrmals überqueren und bauten uns dafür einige provisorische Brücken. .. das wir zwei Teure Kameras und unsere Handys dabei hatten wurde uns erst bewusst, als wir den Fluss weitere zwei Mal überqueren mussten, um zurück zum Pfad zu kommen. Wir sind schon ein wenig bescheuert – spannend wies trotzdem! Und es ist alles gut gegangen. Spaß hast auf jedenfalls gemacht und unsre Wanderschuhe erwiesen sich zumindest heute als gute Gummistiefel.

Am Abend kochten wir unser Essen an einem tollen Aussichtspunkt, wo wir danach auch noch im Stockdunkeln tolle Bilder machten. Es ist echt krass, wie schnell es hier stockdunkel ist!

Danach wählten wir den nächsten Campingplatz vor Milford – etwa 40km vor Milford, da wir natürlich die frühste Fahrt gebucht haben, weil diese am billigsten war. 😀
Die Fahrt im Sonnenaufgang war wunderschön. Schon hier machten wir unzählige Bilder. Zum Frühstücken hielten wir schließlich an einem der Aussichtspunkte, an denen auch die Busse hielten. Es war einfach göttlich den Touristen zuzusehen, wie sie 10 Sekunden Fotos machten und wieder in den Bus steigen mussten. Wir sind so froh, dass wir selbst gefahren sind.

Anschließend fuhren wir nach Milford und kamen mehr als rechtzeitig an. Der Homer Tunnel kurz davor ist auch schon ein Erlebnis! Er sieht aus wie ein kleiner Mienenschacht..!
So konnten wir uns auf unserer Fähre, die die kleinste und hässlichste war, die Plätze ganz vorne im Bug erobern. Erst später bemerkten wir, dass kein anderer so bekloppt war bei der Kälte dort während der Fahrt stehen zu wollen. Die Fahrt war einfach atemberaubend. Hier sprechen die Bilder mehr als tausend Worte. Auf jedenfalls war die Fahrt jeden Cent der 55$ pro Person Wert!
Danach wanderten wir den Rest des Tages einen Track auf der anderen Seite des Tunnels, der uns empfohlen wurde. Dieser führte uns nach zwei Stunden zu einem wunderschönen Bergsee, wo wir den Sonnenuntergang verfolgten.

Der Rückweg sollte ein klein wenig länger dauern. Als wir vom kleinen Trampelpfad abkamen waren wir zu stur umzukehren und suchten uns unseren eigenen Weg. Zur not hatte ich eine Karte und GPS auf dem Handy, auf der der Track eingezeichnet ist. Nachdem wir auch hier wie am Vortag einen Fluss gleich zweimal überqueren mussten rutschte ich leider doch mit einem Fuß ins Wasser und durfte den Rest des Weges mit einem eiskalten Fuß wandern.. Wenig später fanden wir jedoch dann zumindest den Pfad wieder und erreichten nach 2,5 Stunden dann auch kurz vor dem Ende der Dämmerung unser kleines Campervan-monster (Thorbens Ausdruck). 😀 
An dieser Stelle danke ich meiner Freundin nochmal dafür, dass sie mir eine Wasserdichte Hülle für mein Handy geschenkt hat. Wer evtl. nicht ganz unbegründet! 😀
Also fuhren wir zurück Richtung Te Anau. Eigentlich wollten wir wieder auf einem der unzähligen Campingplätze zwischen Milford und Te Anau schlafen, doch irgendwie wollten wir noch weiterfahren. Wir entschieden uns spontan nach Manapuri zu fahren, das südlich von Te Anau liegt. Auch hier ist ein wunderschöner See, wo wir an einem kleinen aber sehr schönen Campingplatz ankamen. Von dieser “Stadt” aus fahren die Fähren in den Doubtful Sound. Das sind ähnliche buchten wie in Milford, nur in meinen Augen noch deutlich interessanter, allein schon weil es nicht das Reiseziel Nummer 1 wie Milford ist. Leider sind die Fahrten dorthin mit über 200$ deutlich teuerer, da man mit zwei Fähren und dazwischen mit einem Bus fahren muss. So entschieden wir uns im Vorfeld gegen dieses Abenteuer. Zumindest fürs erste. 

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