Schneelandschaft

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Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, sollten wir am nächsten Morgen in Wanaka ein weißes Wunder erleben. Völlig ohne Vorankündigung und Vorankündigung waren wir etwa 10cm tief eingeschneit. Na toll, damit hatten sich unsere Pläne erstmal so richtig pulverisiert.. Wir hatten weder Winterreifen (sowas haben die hier eh nicht), noch Schneeketten..
Nachdem wir uns in der Kälte fertig gemacht hatten fuhren wir vorsichtig ins Stadtzentrum den Hang herab. Das war schon eine wahre Rutschpartie..! Doch irgendwie schafften wir es dennoch unfallfrei.
Während der Fahrt zeigte sich uns ein komisches Schauspiel. Gefühlt das ganze Dorf war auf den Beinen, und vergnügte sich mit ihrer Skiausrüstung an kleinen Hängen neben den Straßen. Und überall um uns herum wurden Bilder gemacht. Wie wir wenig später erfuhren käme es zu einem solchen Schneefall hier extrem selten – der letzte sei etwa 8 Jahre her. Das steigerte unsre Laune dann wieder ein weniger, wenn wir etwas so besonderes dadurch erlebten..! Naja, eigentlich steigerte es meine Laune. Thorben war von Anfang an wie ein kleines Kind vom Schnee begeistert und freute sich extrem darüber. Ich merkte schnell, dass er ein richtigstes Schneekind ist! 😀
Unsere Tagespläne mussten wir nach dem Frühstück dennoch umstellen, denn auch die Wege der geplanten Tageswanderung waren vollkommen eingeschneit. Also fuhren wir lieber vorsichtig an verschiedenen Stellen der Gegend und machten viele Fotos dieser wunderschönen Winterlandschaft und wanderten noch ein wenig am See entlang.
Viele bildernvon Thorben dabei! :

Danach gingen wir gegen 13 Uhr das zweite Mal an diesem Morgen zur i-Site um uns über die Straßenverhältnisse zu erkundigen. Wir wollten heute noch weiter nach Queenstown, jedoch wurde uns gesagt, das die eine Straße dorthin vollkommen gesperrt sei, und die andere nur mit Schneeketten befahrbar sei..
Wenig später führen wir dennoch los. Wir konnten auf einer Karte sehen, dass erst nach der Hälfte der Strecke anscheinend Schneeketten nötig waren, also fuhren wir zunächst bis Cromwell und gingen dort zur i-Site. Dort erfuhren wir, dass schon einige die Strecke gemeistert haben und dass es eigentlich kein Problem sein müsste. Vermutlich wollte uns die Frau in Wanaka nur noch eine Nacht in ihrer Stadt halten, denn Touristen dort halten ist ja im Prinzip ihr Job.. Das dachten wir uns zumindest, als wir ohne jegliche Probleme weiter bis Queenstown fuhren, wo wir am späten Mittag ankamen. Hier gingen wir noch dein wenig durch die Straßen, versuchten erfolglos einen Platz für unseren Camper bei den Motels zu finden und fuhren anschließend etwa 15km weiter zu einem günstigen Campingplatz, der außer einem Plumpsklo nichts zu bieten war, und dennoch mit 10$ nicht sehr günstig war. Naja eigentlich schon, aber wir Geizhälse hatten nun schon viele nächste nur maximal 6-7$ bezahlt.

Den nächsten Tag verbrachten wir bis zum Mittag noch in Queenstown. Die große Frage war hier schon, wie wir nach Milford Sound kämen. Nach dem Schnee hatten wir Sorge, dass der Pass dorthin nicht für uns befahrbar sei und am Abend davor sah es auch noch danach aus. Dennoch entschieden wir uns selbst fürndie aller günstigste Pauschaltour mit einem Bus dorthin, da wir schlicht mehr Zeit dort verbringen wollten, als der “normale” Urlauber. Also fuhren wir am Mittag nach einem geilen Burger bei Fergeburger (ist total bekannt in Queenstown) ins Ungewisse bis nach Te Anau. Das befindet sich etwa 100km vor Milford Sound.
Ach ja, ein 23$ Knöllchen für zu langes Parken gab es natürlich auch noch..! Wird echt Zeit, dass wir wieder in ländliche Gegenden kommen!
Zum Glück erreichten wir noch 3 Minuten vor Ladenschluss die örtliche i-Site. Sie sagte uns, dass es zwei Tage später eigentlich klappen müsste, also buchten wir eine Fährfart durch Milford Sound. Erst am Tag davor hatten wir erfahren, dass das die einige Möglichkeit war, die Kulisse dort richtig zu sehen, da es weder Straßen noch Wanderwege in dem unwegsamen aber wunderschönen Gelände gab.
Wenige Kilometer später übernachteten wir auf einem DOC Platz, den wir erst im Stockdunklen erreichten. War echt fast schon gruselig dort unter einer dichten Walddecke zu schlafen, nachdem wir unsren Camper durch den Wald manüvrierten.

Dann gewann ich noch 6 Liter Bier bei unserem illegalen selbst gebasteltem Poker (Die Zettel sind jeweils ein paar Mililiter Bier Wert) und dann könnte ich auch gut schlafen! 😉

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