Turtle Paradise – Tag 11

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Nach unserer nächtlichen Achterbahn hatten wir entspannte 10 Minuten um unsere Rucksäcke zu packen und den 10 minütigen Fußweg ins Stadtzentrum hinter uns zu bringen. Überraschenderweise kamen wir etwas zu spät an. Machte aber nix. Wir vergaßen, dass wir auf Kuba sind und auch unser Taxifahrer nicht der pünktlichste war.
Mit einer halben Stunde Verspätung waren wir dann aber wirklich auf dem Weg in Richtung der westlichen Karibikküste des Landes. Positiv zur Fahrt zu sagen wäre das sich die Fenster immerhin öffnen ließen. Davon abgesehen war es eine ganz schön kuschelige Angelegenheit gut drei Stunden in einem winzigen Taxi über gut alsphaltierte Straßen zu brettern.
Umso erleichterter waren wir als wir am Horizont das Meer erblickten und kurze Zeit später bei unserer spartanischen Casa Particular ankamen und glücklicherweise sogar ein Zimmer mit Klimaanlage bekamen. Hätte der Strom funktioniert wäre diese vermutlich viel wert gewesen bei den weiterhin auch nachts stetigen Temperaturen um 30 Grad. Aber diese Nacht wollten wir ja eh nicht so viel schlafen. Dazu hatten wir nach unser Ankunft am Mittag knapp vier heiße Stunden Zeit ein wenig Schlaf nach und vorzuholen, anstatt ins kristallklare Wasser zu springen. Aber wir hatten schließlich einen Plan: diese Nacht würden wir Schildkröten jagen .. ehm .. beobachten.
Gegen 19 Uhr standen wir also durchgeschwitzt auf, duschten im stockdunklen Bad, bekamen ein ausnahmsweise echt leckeres Abendessen (uns unbekannter riesiger gebratener Fisch) und wurden anschließend mit einem Auto abgeholt mit dem es eine knappe Stunde entlang der Küste in ein Naturreservat ging. Am Strand angekommen hieß es nun warten.. laaange warten. In unregelmäßigen Abständen ging unser Guide den Strand ab und suchte eine ganze Weile vergebens nach Schildkröten. Glücklicherweise entdeckte er knapp drei Stunden später tatsächlich eine Schildkröte, die gerade dabei war das Loch für ihre Eier zu graben. Aus der Ferne konnten wir immer wieder Sand fliegen sehen. Bis wir näher heran durften sollte jedoch noch eine weitere Stunde vergehen, bis die Schildkröte anfing das Loch langsam wieder zu verschließen und somit nicht mehr von uns vom Eierlegen abgehalten wurde.
Im weiteren Verlauf der Nacht sahen wir noch drei weitere Schildkröten aus dem Meer krabbeln, sich einen Platz zum graben suchen und schließlich wieder im Meer verschwinden. Auch wenn es teils sehr langlebig war, war es ein einmaliges Erlebnis dies in der Natur beobachten zu können.
Gegen vier Uhr morgens ging’s für uns schließlich ins Bett. So müde war ich jedoch gar nicht, ich habe an diesem Abend ebenfalls herausgefunden, dass ich ausgezeichnet auf einem Sandstrand dösen kann 😀

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