Kurzstadtentdeckung – Tag 16

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Endlich konnte ich auch das entdecken, weswegen wir die lange Fahrt auf uns genommen hatten: Kubas zweitgrößte Stadt und letzte Ruhestätte für viele Helden der Unabhängigkeit und Revolution, Santiago de Cuba.
Unsere Erkundungstour durch die Stadt begann auf der “Haupteinkaufsstraße” Santiagos. Es war vielmehr eine recht lange Fußgängerzone mit diversen Geschäften, zumeist jedoch Cafeterien, die den üblichen günstigen Kubafras anbieten.
Ins Auge fiel hier jedoch auch eine Imitation der auch in deutschlands Großstädten vertretenden Pizzakette Donino’s (Die Autoren distanzieren sich hierbei von jeglicher Form von Werbung. Weitere bekannte Pizzaketten: Pizza Hut, Smilies Pizza uvm.).
Wie für Kuba üblich wirkte die Straße so wie alle Einkaufsmöglichkeiten: Es gab alles und nichts. So war es beispielsweise nicht möglich einzelne Flaschen Wasser zu erstehen. Aber wer braucht auch schon Wasser bei lauschigen 34 Grad und Sonne im Zenit ¯\ (ツ) /¯
Unser Rundgang führte uns über einen weniger spektakulären Aussichtspunkt, kreative Köpfe könnten in dieser erhöhten Straßenkuppe tatsächlich sowas wie einen Aussichtspunkt erahnen… über einige recht üppigen Treppen zur Kathedrale Santiagos. Innen wirkt der Rokkoko Stil etwas ungepflegt, jedoch wirkt die 1922 renovierte Kirche von außen echt schnieke und der Aufstieg auf den Turm mit dem damit verbundenen 360 Grad Panorama über die Stadt und den Hafen sind für schwindelfreie Entdecker auf jeden Fall den 1 CUC Eintritt wert.
Da wir auf den Turm alleine waren entspannten wir zunächst und genossen den Schatten und die Ruhe über den Dächern der Stadt.
Zum Nachmittag haben wir noch die Ehrenmähler der Helden der Revolution besucht. Hierbei wurden wir von einer Armada von Sicherheitskräften auf den Richtigen Wegen auf den weißen Mamorplatten gehalten. Schon imposant wo Jose Marti ruht. Nur wirkt der Sarg arg kurz für einen Mann mittleren Alters.
Neben diesem Prachtbau wirkt Fidels Stein gar unscheinbar.
Für unsere Rückfahrt haben wir uns dann ein Fahrradtaxi für 5 CUC ausgehandelt. Als es dann an die Bezahlung ging unterschlag der plötzlich außerordentlich unfreundliche und Fahrer weitere 5 CUC und fuhr davon. In Deutschland hätten wir wohl zum höllischen 400m Sprint angesetzt und den Typen von seiner Dratkutsche gezerrt. Aber andere Länder andere Sitten wollten wir die kommende Nacht nicht in einer kubanischen Zelle verbringen, zumal unsere Casa bereits gezahlt war.
Naja es nütz ja nichts. Soll der Kerl mit dem Geld glücklich werden, sich davon etwas schönes zum Essen kaufen und genauso einen schönen Tag haben wie ich gestern 🙂

Sauer über einen weiteren unfreundlichen Kubaner auf dieser langen Liste eben jener gingen wir zum zweiten mal für diesen Tag im selben Lokal etwas essen. Stammgastbonus wir kommen.
Abends erkundeten wir noch etwas Santiagos berühmtes Nachtleben, welches sich am Dienstag Abend als recht mau erweist. Zumindest gab es noch ein zwei Cocktails ehe es wieder zurück zur Casa ging.
Lenz bewies mal wieder dein Cocktailwissen und bestellte sich stolz einen Campari. Ich wunderte mich zunächst über seine Wahl, dachte mir aber nichts. Jedem das seine. Als dann sein Getränk kam schaute er nicht schlecht als wirklich ein rötlicher Campari im Glas hin und her schwappte. Nach einem Hinweis wurde ihm dann klar, dass er einen Negroni wollte… es tat mir in der Seele weh seine enttäuschten Augen beim nippen an dem Getränk zu sehen 😀
Das war mein Tag in Santiago 😀

 

 

 

 

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