The last stop

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Bereits seit dem Vortag  hatten Sowohl Thorben, als auch ich das Gefühl, dass wir inzwischen echt alles geschafft haben, was wir uns vorgenommen hatten. Schon öfters sagten wir uns gegenseitig was für ein unglaubliches Glück wir haben, besonders mit dem Wetter. Wir blicken zurück auf knapp vier Wochen fast durchgehend geniales Wetter – und das zum Winteranfang!
Nun stehen bei uns noch obige Tage im deutlich urbaneren Osten an, der zwar bestimmt auch gut wird, doch für uns beide eine Art ausklingen darstellt. Grade deswegen finden wir es beide nicht so schlimm, das das Wetter zunehmend schlechter wird, und wohl bis zu unsre Abreise sich nicht wirklich bessern wird. Mensch sind wir froh, dass wir zu Anfang in den Norden gefahren sind, bevor wir nun in die großen Städte kommen. Sonst wären wir jetzt bei etwa Marlborough Sounds im Regen!
Der zweite Tag in Dunedin war im Prinzip ein entspannter Museums-Tag. Nach dem sehr interessanten Aufenthalt im Otago Settelment Museum, das kostenlos und echt sehr modern und gut aufgebaut ist verschlug es uns sogar noch in ein künstlerisches Museum. Dort haben wir es zugegebenermaßen nicht ganz so lang ausgehalten! 😀
Nach dem halben Tag in Museumslandschaften verließen wir auch im Prinzip Dunedin Richtung Norden.

Das einzige was wir hier noch machten, war es zwei Tickets für in Fußball Spiel zu kaufen. Wir hatten nämlich am Vortag durch einen Zufall erfahren, dass grade die U20 WM hier stattfindet. Und ein Spiel der Deutschen Mannschaft findet sogar am Abend vor unserer Abreise in Christchurch statt! Da müssen wir einfach hin! 😀

Anschließend fuhren wir etwa zwei bis drei Stunden Richtung Norden bis Omaru, unser letzter geplanter Stopp vor Christchurch. Hier sind zwei Pinguin Kolonien die wir uns ansehen wollten.
In der Stadt angekommen ging es es zur i-Site. Dort erfuhren wir, dass es grade genau die richtige Tageszeit zur Beobachtung der gelbäugigen Pinguine war, der seltensten Art Pinguine überhaupt, die wir schon im Süden erfolglos gesucht hatten. Diesmal sollte es hier jedoch klappen! Von einem Aussichtspunkt könnten wir nach einer halben Stunde Geduld tatsächlich nacheinander drei Pinguine sehen! Für die Jahreszeit war das echt enormes Glück!
Die zweite Kolonie war deutlich kommerzieller… Die Pinguine hatten hier künstlich angelegte Unterkünfte und man konnte von einer Tribüne für etwa 30$ pro Person beobachten wie sie am Abend vom Jagen zurückkamen. Das ganze in einer recht Zirkusartigen Atmosphäre, dass genau das war, was wir nicht wollten. Des Weiteren kamen in den letzten Tagen nur sehr wenige Pinguine zurück, wegen dem sehr rauen Wetter. Also entschieden wir uns dagegen. Jedoch befand sich das Gelände einer Klippe und wir hatten die bescheuerte Idee auf diese Klippe zu fahren bzw zu wandern und das ganze von oben zu beobachten. Also fuhren wir dorthin, fanden tatsächlich einen Art Wanderweg und nach einigen querfeldein Wandern mit GPS fanden wir tatsächlich einen Punkt, wo wir das Geschehen perfekt beobachten konnten! 😀
Da stand also eine Frau auf einer Art Tribüne und sprach wie im Zirkus in ein Mikrofon. Leider kamen an diesem Abend jedoch tatsächlich gar keine Pinguine zurück. Wir konnten uns ein wenig Schadenfreude echt nur schwer verkneifen, so froh waren wir, dass wir nicht 30$ für rein gar nichts bezahlt haben. Und einen tollen Ausblick hatten wir dazu auch noch, über den Sonnenuntergang hinter der Stadt.

Nachdem wir irgendwann wieder am Camper waren, fanden wir einige Kilometer zurück sogar einen kostenlosen Stellplatz für die Nacht. Das war mal ein sehr sparsamer Tag! 🙂
Der nächste Tag teilte sich als sehr verregnet heraus, also machten wir uns schnell auf den Weg nach Christchurch gemacht. Es war Dienstag, also noch drei ganze Tage Zeit bis zu unserem Rückflug am Freitag Mittag. Und die Strcke war dann doch noch ein Stück, das wohl den ganzen Tag kosten würde. Zumindest mit unseren geliebten Umwegen und Unterbrechungen. Wir fanden tatsächlich eine deutlich schönere Straße als den State Highway 1, der zwar geschätzt 50km weiter war, dafür aber nochmal durchs Land führte und dazu noch durch ein blaues Loch! Wir konnten noch einige schöne Bilder machen und auch noch ein wenig Sonne tanken! Der Umweg hat sich echt gelohnt!
So kamen wir am späten Mittag in Christchurch an. Wir fuhren Richtung Stadtkern … oder vielmehr was davon übrig geblieben ist….! Dazu mehr im nächsten Beitrag.

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