USA – Tag 1, Abflug

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Auf geht’s! Endlich ist es soweit, heute geht’s los! 
Nachdem ich gestern Abend es endlich geschafft habe, meine Koffer zu Ende zu packen, sitze ich nun im Flieger nach Prag. Richtig, nach Prag!
Heute morgen ging es für mich um 6 aus dem Bett. Letzte Vorbereitungen, verabschieden und schon saß ich im Auto zum Flughafen. Heute geht’s über Prag und London Heathrow nach New York! Diese durchaus ökologisch und zeittechnisch optimale Route war schlicht weg die günstigste, auch wenn ich nun 16 Stunden bis NYC unterwegs bin.. 🙂
Nun jedoch zum Plan und Ablauf der Reise, für alle, denen ich es noch nicht erzählt habe:
Schon seit einigen Jahren wünsche ich mir, nach Amerika zu reisen. Davon abgesehen, dass ich Englisch als Sprache sehr mag, möchte ich die kulturellen Unterschiede kennenlernen und erfahren in wiefern die Darstellung der USA in den Medien, sowie in Serien und Filmen deckungsgleich mit der Realität ist. Auch bin ich wohl nicht der einzige der schlichtweg mal Wahrzeichen wie das Empire State Building oder die Golden Gate Bridge von Angesicht zu Angesicht erleben möchte. Ich hoffe sehr, dass ich in der kurzen Zeit von knapp drei Wochen bereits viel sehen und kennenlernen kann..!
Bei der Planung der Reise, die ich etwa im März intensiv begann, spielte der Preis eine nicht unerhebliche Rolle. Letztendlich entschied ich mich für zwei Ansätze, die ich weiter verfolgen wollte. Die erste Idee war es, mit einem älteren Freund aus Bremen einen Camper zu mieten und die Westküste etwa von Seattle bis San Diego abzufahren. Ein großer Kritikpunkt gegen diesen Ansatz war der enge Zeitplan, da wir dadurch in den drei Wochen einen erheblichen Teil auf der Straße verbracht hätten und wenig Zeit vor Ort gehabt hätten. Des weiteren wurde es schwer, ein für uns bezahlbares Angebot zu finden, da wir etwa 2500-3000€ p.P. zur Verfügung hatten und der Camper alleine mind. 1500€ zzgl. Sprit pro Person gekostet hätte. Ein wenig später entschieden wir uns gegen das Vorhaben.
Die zweite Idee war eine Städtereise, wobei wir auch die inneramerikanischen Stecken fliegen wollten. Preislich ergaben sich unterm Strich etwa Flugkosten von 1100€ für alle Flüge zusammen. Vor Ort wollte ich sehr gerne möglichst wenige Nächte im Hotel verbringen, sondern Couchsurfing nutzen, da dies einerseits viel Geld spart und da man dadurch andererseits viel mehr Bezug zu den einheimischen hat. Couchsurfing hatte ich bereits in Portugal ausprobiert und sehr gute Erfahrungen gemacht. Couchsurfing ist eine Organisation, die Leute mit Fernweh aus aller Welt verbindet. Die Grundidee ist es, fremde  Reisende auf der eigenen Couch, Gästezimmer, etc. übernachten zu lassen und diesen nach Möglichkeit die eigene Heimat zu zeigen. Dafür können diese auf Reisen wiederum bei anderen übernachten. Jedoch muss man nicht zwangsläufig die eigene Couch anbieten, sondern nur, wenn man dies möchte. Auch wenn ich selbst zu Hause (noch) nicht die Möglichkeiten habe, Reisende auszunehmen, möchte ich dies später tun und somit gleicht sich alles irgendwann aus. Vom Couchsurfing in den Staaten erhoffe ich mir nicht nur eine Couch, sondern vielmehr Einheimische, die mir ihr Leben und Ihre Heimat zeigen und mit mir ihre Erfahrungen austauschen möchten. Leider sagte meinem Kumpel diese Art des Reisens nicht zu, weswegen ich mich entschied, alleine zu reisen, da ich niemanden sonst im Freundes- und Bekanntenkreis kenne, der die finanziellen Mittel zur Verfügung für eine solche Reise hat und schon volljährig ist.
Nun Blicke ich zurück auf etwa drei Monate intensive Planung. Meine Reise wird mich von New York über Washington D.C., San Francisco, San Diego, Las Vegas und Los Angeles wieder nach Deutschland führen. Bis jetzt habe ich Hosts, also Einheimische die mich für die Zeit aufnehmen möchten, in NYC, Washington und Los Angeles gefunden. In San Diego werde ich bei einem Freund, der dort seine Pilotenausbildung macht, unterkommen und für San Francisco muss ich noch eine Unterkunft organisieren, zur Not habe ich dort, wie in allen anderen Städten, ein Hostel als Backup gebucht, dass ich kostenlos stornieren kann.
Was ich vor Ort tun werde, ist größtenteils noch offen. Für die “üblichen” Attraktionen habe ich im Vorfeld bereits Tickets bestellt. Alles weitere, lasse ich erstmal möglichst offen.
Grade bin ich im Flugzeug nach Heathrow, nachdem ich in Prag verspätet ankam und recht knapp meinen Anschluss noch bekam. Wie immer habe ich bei beiden Fügen versucht im Cockpit mitfliegen zu dürfen, leider ohne Erfolg. Beim CSA Flug nach Prag ging leider überhaupt nichts und bei British Airways konnte ich zumindest eine viertel Stunde mit den Piloten plauschen. Der Copilot ist auch ein Segelflieger mit sehr viel Erfahrung. Schade, ich hätte mich gerne länger mit ihm unterhalten. Nun ist aus dem Fester schauen und auf New York freuen angesagt!
Update, in Heathrow: Nun bin ich in Heathrow angekommen. Unglaublich, wie groß dieser Airport ist! Praktisch, dass genau zu meiner Ankunft das gesamte Airport Wifi ausfiel.. Nun geht es endlich wieder und in 20 Minuten geht’s zum Check in nach NY!
Der nächste Post kommt dann aus NY! 🙂

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