USA – Tag 14 & 15

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Der Mittwoch begann erneut recht entspannt in San Diego. Nachdem wir bis etwa 10 geschlafen und dann gefrühstückt hatten, ging es zum Frisör – zum Barber. Bis dahin wusste ich nicht, das es hier zwei unterschiedliche Frisöre gibt, also einen für Frauen und den Barber für Männer. Wir suchten diesen netten Ort auf, da ich mir den Wetterbericht für Las Vegas angesehen hatte und schlichtweg endlich mal wieder richtig kurze Haare haben wollte. Anders als bei uns sind die Stühle auf den man Sitzt nicht dem Spiegel zugewandt, sodass man er am Ende das Ergebnis sehen kann. Des weiteren wurden zumindest in diesem Geschäft die Ränder noch mit richtigen, großen Rasiermessern ausgearbeitet. Allgemein hat’s wir mir richtig gut gefallen – ich würde wieder hingehen, wenn die Anreise etwas kürzer und günstiger wäre.. 😀
Anschließend führ ich noch für ein paar Stunden mit Daniel nach Downtown, um zumindest irgendetwas von San Diego außer Flughäfen und dem Strand zu sehen. Wir schlenderten an der Promenade vorbei an einigen Schiffsmusen und ein wenig in der Stadt an sich. Hat Spaß gemacht, schade dass ich keine Zeit mehr für den bekannten Zoo und Sea World hatte (und zu geizig war)! Anschließend ließen wir meinen letzten Abend mit leckerer Pasta ausklingen. Dabei war eine Schweizerin zu Besuch, die derzeit einen Sprachkurs hier macht. War spannend ihr zuzuhören, was bei ihrem Aufenthalt alles durch den Veranstalter vermasselt wurde! Ich drücke ihr die Daumen, dass sie einen Großteil des Geldes wiederbekommt! Aber ihre Erlebnisse sind zu komplex und eine Geschichte für sich, als dass ich sie hier aufnehmen könnte.
Ursprünglich wollten wir am nächsten morgen gegen 8 Uhr morgens schon in der Luft in Richtung San Diego sein, der Plan war, dass Daniel mich fliegen würde. Die Tatsache, dass wir erst um zwei ins Bett gingen, erschwerte dies.. Unterm Strich kamen wir gegen halb 10 am Flughafen an und bereiteten das Flugzeug vor. Wir waren kurz davor den Motor zu starten und loszuwollen, als Daniels Fluglehrer vorbei kam und ihn daran erinnerte, dass er alle 90 Tage einen Checkflug mit einem der Vereinsflugzeuge machen müsse, damit der Versicherungsschutz vorhanden ist. Daniel ist jedoch erst seit kurzem wieder in San Diego und flog davor eine Zeit lang in Mexiko. Seine Lizenz war zwar gültig, jedoch saßen wir nun deshalb erstmal am Boden fest, bis der Fluglehrer an Mittag einen Checkflug mit ihm zu absolvieren. Anschließend konnten wir endlich gegen 14:30 Uhr losfliegen!
Nach einem ruhigen Flug mit recht guter Sicht und einigen schönen Fotos landeten wir nach zwei Stunden auf einem der Flughäfen Las Vegas’. Schon vor dem Aussteigen spürten wir schnell die einfach unerträgliche Hitze von 45 Grad Celsius im Schatten. Dazu wehte ein leichter Wind, der nicht kühlte, sich sondern vielmehr wie ein Ganzkörperfön anfühlte. Netterweise wurden wir am Fugzeug direkt von einem Shuttle abgeholt uns ins kleine Terminal gefahren. Dort kam wenig später das bereits bestellte Taxi, dass mich zur ersten Bushaltestelle fuhr. Von dort ging es mit der Buslinie weiter, die 24h den Strip auf- und abfährt. Die etwa 4 Meilen bis zu meinem Hotel bzw. Hostel dauerten über eine Stunde. Einen sich so langsam bewegenden “Verkehrsfluss” habe ich noch nicht erlebt. Mir kam es vor, als wäre ich zu Fuß schneller gewesen..! Die Rezeption am Flughafen hatte mir ein wenig Angst gemacht, als Sie die Gegend meines Hotels für grenzwertig und gefährlich beschrieb. Ich wurde jedoch zum Glück positiv überrascht. Es liegt etwa 10 Minuten zu Fuß vom eigentlichen Ende des Strips, jedoch nicht m Getto oder was auch immer, sondern zwischen zwei Drive-in-Kapellen. Mein Zimmer ist richtig klasse: groß, sauber und sehr komfortabel mit eigenem Bad, und das für 40USD pro Nacht!
Nachdem ich meinen Koffer verstaut und die Klimaanlage eingeschaltet hatte, fuhr ich wieder in Richtung Süden. Jonathan, der Reisende aus Süd Amerika, den ich im Bus in San Francisco kennengelernt hatte, war ja schon da und so trafen wir uns wenig später. Er war in Vegas zusammen mit einem Engländer, den er in New York kennengelernt hatte. Mit diesem verstand ich mich sofort super und es war mal eine nette Abwechslung mal wieder British Englisch zu hören!
Wir drei schlenderten von Casino zu Casino, unterhielten uns und hatten einen sehr entspannten Abend. Gegen zwei verabschiedeten wir uns. Jonathan fliegt morgen wieder nach San Francisco und Charles, der Engländer, ist morgen auch am Grand Canyon, jedoch leider mit einem anderen Veranstalter. Wir kommen zur beide erst spät in der Nacht wieder in Las Vegas an, wollen uns jedoch dann nochmal treffen. Ma sehn ob das klappt, er hat kein Handy mit. Das wird morgen auf jeden Fall interessant..!  Zum Grand Canyon fahre ich nun also morgen früh alleine, aber es gibt wohl schlimmeres!
Es sei schonmal soviel gesagt, dass ich genau 1,5 Stunden Schlaf hatte und beinahe meinen Bus verpasste, in dem ich grade sitze und zum South Rim eiere. 

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